BIOGRAPHIE

1977

20. 7. 1977. Udo Hanten und Albin Meskes treffen zum ersten Mal zusammen. Anlass ist eine Kunstausstellung im Krefelder Museum Haus Lange, auf der Bilder von Albin ausgestellt sind, die Udos Aufmerksamkeit erregen (eines davon sollte später die Hülle der ersten YOU-LP zieren). 

Udo ist zu diesem Zeitpunkt eine Hälfte des Elektronik-Duos „Brüker & Hanten“.


1978

Udo Hanten (*1956), inzwischen Synthesizer-Solist (Konzerte im In- und Ausland, 26. 5. 1978 Rundfunkauftritt in Belgien „Muziek uit de Kosmos“, anschließend kurzzeitige Zusammenarbeit mit Klaus Schulze) und Uli Weber (*1948, vorher Gitarrist in verschiedenen Rockbands) gründen eine Formation, die bald den Namen YOU bekommt, und erstellen erste Demos. 

Berlin-West. Hauptstadt der Elektronischen Musik – „Berliner Schule“. Udo Hanten und Gitarrist Ulrich Weber treffen in der geteilten Stadt Harald Grosskopf – schon damals die Drum-Ikone der deutschen Elektronik. Der frühere „Wallenstein“- und Klaus Schulze-Schlagwerker – zu der Zeit ein Drittel von „Ashra“ – will neben seinen Band-Aktivitäten eine Solo-Platte produzieren. Man vereinbart eine Zusammenarbeit, denn Grosskopf besitzt ein unabdingbares Utensil für eine Plattenaufnahme mit Elektronischer Musik: eine Achtspur-Bandmaschine. Die beiden von YOU steuern das elektronische Instrumentarium – Synthesizer, Sequencer und Peripherie – bei und man richtet in Krefeld ein elektronisches Studio ein, um zunächst gemeinsam die Harald Grosskopf-Solo-LP „Synthesist“ und anschließend eine erste YOU-Produktion auf die Beine zu stellen.

Die legendäre Achtspur – eine ITAM 805, achtfache Tonköpfe auf einer Revox A77-Mechanik  – ist ein Gerät mit einer eigenen Geschichte; denn auf dieser Bandmaschine sind nicht nur die Debüt-LPs von Harald Grosskopf und YOU entstanden, sondern auch einige Aufnahmen von Klaus Schulze (z.B.  „Timewind“) und das Kult-Album „Departure From The Northern Wasteland“ von Michael Hoenig.


1979

Nach Fertigstellung des Harald Grosskopf-Albums im Frühjahr 1979 laufen im „Spiegeltraum-Studio“ die Arbeiten an der ersten YOU-LP an. Synthesist/Designer Albin Meskes (*1952) stößt dazu und komplettiert die Band zum Trio. Die Basic Tracks für „Electric Day“ entstehen auf der Mehrspurmaschine; die verwendeten Instrumente sind der Minimoog, Micromoog, das Formant-Modularsystem, ein ARP Omni, ein Korg PS 3100 und – most important: die beiden ARP Sequencer.

Am 1. August 1979 begibt sich das YOU-Trio nach Frankfurt und trifft im dortigen Panne-Paulsen-Studio –  dank Klaus Schulze eine Art „Hausstudio“ der damaligen deutschen Elektronik –  auf die drei Kollegen von „Ashra“ (Manuel Göttsching, Lutz „Lüül“ Ulbrich und eben Harald Grosskopf). Diese haben dort gerade die Aufnahmen zu ihrem Album „Belle Alliance“ beendet.

Harald steigt nun in die YOU-Produktion ein. Die Achtspur-Aufnahmen aus dem Heimstudio werden auf die studioeigene 16-Spur-Telefunken Bandmaschine überspielt und auf den verbleibenden acht freien Spuren wird das Live-Schlagzeug sowie einige Gitarren-, Keyboard- und Percussion-Overdubs aufgenommen. Harald offenbart dabei ein weiteres Mal ein Talent, über das Ende der siebziger Jahre kaum ein Drummer verfügt: das synchrone Trommeln zu vorher aufgenommenen Sequencer Tracks. 

Es kommt auch ein zusätzliches Instrument zum Einsatz: Eberhard Panne besitzt ein uraltes, aber noch funktionsfähiges Mellotron Mk. II Keyboard. 

Anschließend werden die sieben Titel der LP in drei Tagen (und Nächten) mit Tonmeister Eberhard Panne abgemischt. 


1980

Die erste YOU-LP erscheint am 2. Mai 1980 auf dem Cain-Label (im Vertrieb der Bellaphon). Das Coverdesign steuert Albin Meskes bei, die Fotos stammen von Holger Heine (San Francisco). Harald Grosskopf erscheint aus Copyright-Gründen auf der Platte nur unter Pseudonym – doch allen Insidern ist nach Hören der Platte sofort klar, wer sich hinter „Lhan Gopal“ verbirgt.

Das Album erscheint am 27. 5. 2011 als Wiederveröffentlichung auf dem BureauB
Label als CD und Vinyl-Platte. 

Als erste Anschaffung nach Veröffentlichung der LP ist ein eigenes Mellotron fällig: im YOU Studio steht nun ein „Novatron 400 SM“, das auf allen späteren YOU-Platten zu hören sein wird. Später im Jahr komplettiert ein Prophet-5 Synthesizer das YOU Arsenal.

Im Sommer 1980 finden Aufnahmen zu einem Video zu  „Electric Day“ statt. Doch was vielversprechend beginnt endet ernüchternd. Das Filmteam steigt aus und das Video landet im Nirwana.

Das erste Radio-Airplay verdankt YOU wem anderen als Winfrid Trenkler, der – lange vor seiner „Schwingungen“-Zeit – am 15. Mai 1980 in der WDR-Sendung „Radiothek“ den Titel „Magooba“ auflegt. 


1981

Statt eines zweiten Albums veröffentlicht Cain Records am 19. Mai 1981eine YOU Maxi-Single. Die Platte („Scanner Part One & Two“) bringt für die damalige Zeit eine Novität: auf beiden Seiten der 12-inch findet sich das gleiche Stück, in unterschiedlichen Mixes.

Der gitarrenorientierte Titel – wiederum im Heimstudio vorproduziert – wird am 5. April 1981 im Ratinger AVC Studio fertiggestellt, wo Udo Hanten als Toningenieur tätig ist. Das Line up ist das gleiche wie auf dem „Electric Day“-Album: Udo Hanten (Syn­the­si­zer/Sequencer), Albin Meskes (Synthesizer), Ulrich Weber (Electric Guitar). Harald Grosskopf  reist aus Berlin an und steuert seine Drum-Fertigkeiten bei. Und: Die „Scanner“-Maxi erscheint als „Limited Edition in Black Vinyl“ :-).

Beim Elektronik-Festival in Oberhausen tritt YOU zum ersten Mal live auf. Am 21. März 1981 stehen Udo Hanten, Ulrich Weber und Albin Meskes im Revierpark Vonderort erstmalig auf der Bühne. Im Vorprogramm dabei: Robert Schroeder.


1982

Am Gründonnerstag des Jahres komplettiert YOU sein Studio um eine eigene Achtspur-Bandmaschine (eine Otari 5050), was den Startschuss zu den Aufnahmen des zweiten Albums darstellt.  „Time Code“ sollte die YOU-LP mit der längsten Produktionszeit werden; erst im Frühjahr 1983 wird die Platte fertiggestellt. Die Produktion wird fast komplett von Udo Hanten und Albin Meskes allein durchgezogen, lediglich auf dem Titel „Bluewater Dream“ gibt Gitarrenmann Ulrich Weber seine „Abschiedsvorstellung“, um sich wieder der reinen Rockmusik zu widmen (die „Neue Deutsche Welle“ ruft). Außerdem steuert als Gast Helmut Brüker, der Kumpel aus alten B&H-Zeiten, einiges an Sounds bei.

Das verwendete Instrumentarium auf der LP: die unverzichtbare ARP Se­quen­cer/Minimoog-Kombination, die polyphonen Prophet-5, Prophet-10 und Me­mo­ry­m­oog,  das Mellotron; die Drumsounds sind größtenteils mit dem modularen Synthesizer erzeugt – Live-Schlagzeug ist auf „Time Code“ nicht zu hören.  Auf dem Titel „Metallique“ kommt für die Drum-Tracks mit dem Roland TR-606 ein Teil aus der Spielzeug-Abteilung zum Einsatz. Und: ein un­schein­barer Bass-Synthesizer namens TB-303 wird von YOU als un­brauch­bar zu­rück­ge­geben. 


1983

Vom 16. bis 24. Februar 1983 mischen Hanten und Meskes ihr Werk im Studio von Bardo Kox ab. „Time Code“ erscheint schließlich am 14. Juni 1983 auf dem neu­ge­grün­deten Indie-Label „Rock City Records“. 

Am 29. 9. 1983 stellt Winfrid Trenkler YOU und die neue Platte in seiner WDR-Sendung „Rock-In“ vor und lässt die beiden Macher ausführlich zu Wort kommen.

Das Album erscheint am 27. 5. 2011 als Wiederveröffentlichung auf dem BureauB Label als CD und Vinyl-Platte.

Im Sommer begibt sich Udo Hanten nach Berlin und fährt im Studio von Christoph(er) Franke die Produktion des Debütalbum von Crossover-Komponist Jaime M. Zenamon, der später auch bei einigen YOU/CEP Produktionen-mitwirken sollte.

Ende 1983 beginnen die Aufnahmen zur dritten YOU-LP „Wonders From The Genetic Factory“, nach wie vor in der Besetzung Hanten & Meskes und im eigenen Studio. Als Gastmusiker ist Gitarrist Michael Dom­mers („Wallenstein“) auf dem Titel „Isotopic Moments“ zu hören. 

Midi ist zu diesem Zeitpunkt zwar schon existent, aber noch nicht das große Thema, also wird noch weitgehend „von Hand“ gespielt. Allerdings steht für die Produktion schon einer der ersten digitalen Drum-Computer zur Verfügung ebenso wie ein Sampler.


1984

Das Mixdown der neuen LP erfolgt wieder – vom 19. bis 22. Januar 1984 bei Eberhard Panne in Frankfurt, wo in­zwi­schen das digitale Zeitalter Einzug gehalten hat und die Platte auf einem Sony F-1 System als Digital-Master fer­tig­gestellt werden kann. „Wonders From The Genetic Factory“ erscheint am 24. Mai 1984 bei „Rock City Records“.

Als Ableger der LP wird – zu Promotionzwecken –  eine Single mit den Titeln „Isotopic Moments“ und „Axis“ veröffentlicht. Letzterer ist übrigens bei den deutschen Meisterschaften im Eiskunstlauf in jener Saison als Kür-Musik zu hören. 

Ende 1994 kommt eine digital gemasterte Variante der zwischenzeitlich ver­grif­fe­nen ­ersten YOU-LP „Electric Day“auf „Rock City Records“ neu heraus. Der Aphex Aural Exciter – wer erinnert sich noch? – lässt mächtig grüßen.

Ein Besuch des später zu Kultstatus gelangten Films „Koyaanisqatsi“ von Godfrey Reggio (mit der Minimal-Music von Philip Glass) inspiriert Hanten und Meskes dazu, ein Konzert-Event („Movie Concert“) auf die Beine zu stellen. Am 24. Dezember 1984, um 24 Uhr findet im Krefelder Casablanca Cinema eine Performance dieses Films statt, bei der YOU live eine alternative eigene Musik dazu spielt – Jahre bevor Philip Glass selbst auf die gleiche Per­for­mance-Idee kommt. YOU spielt an diesem Abend live ein einziges Stück – ohne Computer- oder Playback-Unterstützung – das ebenso lang ist wie der Film (87 Minuten)
ohne Pause. 

Das Konzert ist auf der CD Version der LP „Wonders From The Genetic Factory“
in einem Zusammenschnitt do­ku­men­tiert. 

Folgende Instrumente werden an diesem Abend eingesetzt:

2 x Minimoog, Micromoog, Prophet-5, Memorymoog, Siel Opera-6, Oberheim Xpander, Quantec QRS, Spacemaster Modular System, 2 x ARP Sequencer, 2 x MFB 601 Sequencer, 2 x Böhm Digital Drums, Böhm Soundlab, Doepfer Sound Sampler, EDP Wasp. Das Konzert wird von Wolfgang Layer innerhalb seiner legendären Rundfunk-Sendereihe „Steckdose“ im SFB übertragen.


1985

Im Juni 1985 bietet sich die Möglichkeit, im Berliner Studio von Christoph Franke (damals noch bei „Tangerine Dream“) zu arbeiten, wo das neues Album „Promenade“ von Jaime Zen­a­mon, an der auch die beiden YOU-Leute mitwirken­, entsteht. Material aus den dort aufgenommenen Sessions findet sich auf der „Laserscape“-LP wieder.

August 1985: der Laser-Künstler Horst H. Baumann plant ein Laser-Event in Krefeld, in das der gesamte Innenstadtbereich der niederrheinischen Großstadt einbezogen ist. YOU wird verpflichtet, die akustische Seite des Unternehmens beizutragen. 10.000 Zuschauer wohnen dem Live-Spektakel bei, das auf dem Album „Laserscape“ auszugsweise zu wiedergegeben wird.


1986

Nach Einstellung des Rock City Records Labels wird Ende 1985 für Racket Records eine vierte YOU-LP in Angriff genommen. Die Aufnahmen finden im Winter 85/86 im ACA-Studio des bekannten Industrie-Designers Kurt Ziehmer statt, wo YOU sich ein neues Studio eingerichtet hat. Erstmalig sucht die Band für das Finalisieren der Tracks nicht ein externes Tonstudio auf, sondern produziert die LP vollständig in eigener Regie mit eigener Technik.

Die LP „Laserscape“  – der Titel ist eine Hommage an die nach dem Laser-Konzert vom August 1985 intensivere Zusammenarbeit mit Horst H. Baumann – erscheint am 18. April 1986.

(Am 23. 8. 2013 erscheint die LP als Wiederveröffentlichung auf dem BureauB Label
als CD und Vinyl-Platte).

Hanten und Meskes konzentrieren sich im Anschluss auf Musik- und Promotionarbeit im kom­mer­ziellen Bereichen, Kunden wie Karl Lagerfeld, Ars Electronica, BMW werden in der Folge betreut für Shows und Events.  


CENTRAL EUROPE PERFORMANCE

Musikalisch geht es ab Sommer 1988 weiter, als die YOU Protagonisten zusammen mit Harald Grosskopf das neue Projekt „Central Europe Performance“ für das Hamburger „Erdenklang“-Label aus der Taufe heben. 

Das Album unter dem Titel „Breakfast In The Ruins“ wurde zwischen Ende 1988 und Anfang 1989 in Udo Hantens CEP-Studio aufgenommen und abgemischt; die Veröffentlichung erfolgte im Frühjahr 1989 bei Erdenklang Records.

Die Besetzung bei den Aufnahmen bestand aus Udo Hanten (Synthesizer/Sequenzer/Produktion), Albin Meskes (Synthesizer/Sequenzer/Tontechnik/Programmierung), Harald Grosskopf (Schlagzeug, Perkussion, spezieller Gesang, Sampler), Jaime M. Zenamon (Akustikgitarre, Keyboards), Markus Maria Jansen (E-Gitarre) und Mike Pelzer (Akkordeon); zusätzliche Tontechnik durch Jürgen Kleine.

Es war die erste Aufnahme, die größtenteils mittels Computer-Sequencing (unter Verwendung eines Atari 1040 Computers mit Steinberg 24 Software) realisiert wurde, wobei die MIDI-Spuren live direkt auf digitales Stereo gemischt wurden (mit Sony-PCM-Prozessoren in Verbindung mit Videorekordern).

Als Hauptinstrumente dienten mehrere Sampler (drei Sequential Prophet 2002 und ein E-Mu Emax I), die sowohl computergenerierte Synthesizer-Klänge als auch Samples akustischer Instrumente lieferten. Dazu analoge Prophet-5 und MemoryMoog Synths, die unverzichtbaren Minimoogs und andere Instrumente von Roland und Yamaha. 

„Breakfast In The Ruins“ wurde vom deutschen Musikmagazin KEYBOARDS in der Ausgabe vom Februar 1997 zu einem der 33 besten Alben der elektronischen Musik aller Zeiten gewählt.

Ein weiterer Titel von Central Europe Performance mit dem Titel „Temple Of Mind“ ist auf dem Sampler „Erdenklang Music III – Collector’s Items“ zu finden.

Anfang 1990 geht die Band auf eine bundesweite Tournee. Neben der Kernbesetzung Grosskopf/Meskes/Hanten stehen der Fusion-Perkussionist Frank Mevissen (später „Belgium“, „Plexiphones“), der Gitarrist Markus Janssen und der Akkordeonist Mike Pelzer (beide „M. Walking On The Water“), Keyboarder Marco Cancian, Rock-Gitarrist Ralf Außem („Sun“) und der E-Drummer Sibi Siebert („Twelve Drummers Drumming“) auf der Bühne.

Die Tour beinhaltet unter anderem drei Radiokonzerte, die vom WDR (Köln), dem SFB (Berlin) und dem DFF (in der Endphase der DDR) übertragen werden. Ergänzt werden die CEP-Live-Shows sich durch Laser-Performances, Videoprojektionen, Lichteffekte und dergleichen. 

Ein Live-Dokument der Konzerte findet sich auf dem „Central Europe Performance – Tour 90“
Album, das auf Bandcamp veröffentlicht ist, zu finden unter
[https://robot-city.bandcamp.com/album/tour-90].  


1996

Die beiden Protagonisten lassen das YOU-Projekt wieder aufleben. Die vier bislang erschienenen LPs, ergänzt um unveröffentlichtes Studio-Material und Kon­zert­mitschnitte, sowie ein komplett neues Album erscheinen auf Joerg Strawes CUE-Records-Label unter dem Titel „ERA“ als 5-CD-Box. Eine Werkschau, die den Zeitraum von 1978 bis 1996 überspannt. 

Das neue Album unter dem Titel „[00:19:96:00] Electric Images Revisited“ enthältt einige neue Stücke aus der Zeit von 1991 bis 1995 und auf einem Daten-Teil (für Mac und PC) ein interaktives Computerspiel aus der Werkstatt der beiden mitt­ler­weile multimedial ar­bei­ten­den Künstler. 

Am 8. Juni 1996 tritt YOU in Zweierbesetzung im Rahmen der ELECTRONIC SPACE NIGHT auf  der Lan­des­gar­ten­schau Lünen 1996 erstmalig nach mehr als zehn Jahren – eingebettet in ein YOU-eigenes Multimedia-Konzept (Musik, Laser, Vi­de­o­projektion, Licht) – wieder live auf.

Im Herbst folgt ein weiterer Live-Auftritt beim 1996er „KLEM-Dag“ Festival in Nijmegen/Niederlande. 

Ein Mitschnitt davon findet sich auf Bandcamp unter
[https://robot-city.bandcamp.com/album/live-in-nijmegen-1996]. 


1998 ·  CHARTBREAKER

Die Geschichte der zweiten YOU LP „Time Code“ aus 1983 findet eine Fortsetzung in – Italien: Dort hatte sich das Album recht gut verkauft und wird in den 1990er Jahre  von innovativen DJs wie Beppe Loda – der in seinen Sendungen immer wieder Titel des Albums präsentierte – viel in Clubs und im Radio gespielt.

Dies weckt das Interesse weiterer namhafter DJs und Produzenten, darunter Gigi D’Agostino (der den Song unter dem Titel „Elektro Message“ veröffentlichte), Claudio Diva (alias Diolac Duvai) sowie der Hardcore-/Trance-Produzenten Julian DJ und David Sonar; sie alle interpretieren den YOU-Track „Liveline“ vom Album „Time Code“ in verschiedenen Dance- und Techno-Stilen neu und veröffentlichen Cover-Versionen des Stücks auf diversen erfolgreichen 12-Inch-Singles, Alben und Compilations.


2001  ·  ROBOT CITY

Albin Meskes hebt als eine Art Nebenprojekt hebt seine virtuelle Band „Robot City“ aus der Taufe. Unter diesem Projektnamen entsteht abseits der YOU-Aktivitäten 2002 ein Solo-Album „Scientific Romance“ mit neuen Eigenkompositionen und 2008 „Die Planeten “ – eine Synthesizer-arrangierte Fassung der Orchester Suite „The Planets“ von Gustave Holst. Weitere Klassik-Adaptionen entstehen 2019 unter dem Album-Titel „The Replicator“.

Veröffentlichungen mit neuen Eigenkompositionen folgen mit den Alben „The Sounds Of Science Part 1 & 2“ (2021), „Adventures In Space“ (2023), „Androidic Zombies“ (2024) und „>8K – The Himalaya Project“ (2025). 

Die zugehörige Website: www.robotcity.de. Alle Veröffentlichungen sind unter
[https://robot-city.bandcamp.com] anzuhören und nerunter zu laden.


2002  ·  MOON MODULAR

Das Wiederaufleben von Modularsynthesizern im ursprünglichen Moog-Format lässt Udo Hanten und Albin Meskes über ein eigenes Synthesizer-Projekt nachdenken, das auf den Namen „Moon Modular“ getauft wird. 

In Zusammenarbeit mit Matthias Schmidt (Curetronic); enstehen erste Modul-Prototypen; kommerzielle Produkte bzw. eine Serienfertigung kommen zunächst nicht zustande.Erst als der Synthesizer-Master Mind Gert Jalass (Berlin) sich 2008 des Themas annimmt, wird das Projekt professionell. Die komplette Geschichte von „Moon Modular“ kann man detailliert unter diesen Adressen nachlesen: 

[https://www.synth-werk.com/sites/default/files/pdf/history_of_moonmodular_de-k.pdf] 

[https://www.synth-werk.com/sites/default/files/pdf/history_of_moonmodular_en-k.pdf]aden.


2006  ·  QATSIMANIA

Projekt „Qatsimania“: Auf einem Live-Event am 30. Oktober 2016 in der ausverkauften Friedenskirche Krefeld wird Filmmusik des amerikanischen Minimal Music Komponisten Philip Glass zu den drei Filmen „Koyaanisqatsi“, „Powaqqatsi“ und „Naqoyqatsi“ (des Regisseurs Godfrey Reggio) in einem Synthesizer-Arrangement von Albin Meskes live aufgeführt. Als Wiederaufleben des Projekts „Central Europe Performance“ (Bestzung Udo Hanten/Synthesizer, Albin Meskes/Synthesizer, Frank Mevissen/Percussion, dazu ein Chor unter der Leitung von Hans-Jörg Böckeler und Kirchenorgel).  


2009  ·  ATHEN

Auf Initiative des italienischen DJs Beppe Loda spielt YOU am14. Juni 2009 live auf dem „Synch“-Festival in Athen neue Arrangements einiger „Time Code“-Titel. 

Ein Mitschnitt des Konzerts erscheint 2010 als Live-CD unter dem Titel
„Benaki Cycles – YOU live At The Synch Festival ¯ Athens“. 


2017  

YOU beteiligt sich am Projekt „Musik made in Krefeld“ – einer Doppel-LP, auf der sich Stücke zahlreicher Krefelder Musiker und Bands versammeln. YOU steuert dazu einen neuen Song („Horizon“) bei und tritt – nach längerer Konzertpause – am 15. Dezember 2017 beim „Musik made in Krefeld“ Festival in üblicher Zweierbesetzung wieder einmal live auf.  


2018  

Am 4. Mai 2018 tritt YOU zusammen mit Gert Jalass (Kopf des Moon Modular Projekts †2024) als Special Guest auf der Superbooth18 Berlin, der führenden Messe für elektronische Musikinstrumente in Europa, auf.

Am 8. Juni folgt mit einem Auftritt im Rahmen der „Kultur findet Stadt“ Veranstaltung in Krefeld ein
weiteres – das letzte – Konzert der Gruppe YOU statt. Dieses Mal mit Steven Hein an der
Gitarre als drittem Mann.


FINALE

Am 14. August 2018 verstirbt Udo Hanten nach längerer Krankheit in Krefeld.
Damit findet die Geschichte der Band YOU ein tragisches Ende. Albin Meskes entscheidet sich, die Band ohne Udo nicht weiter zu führen. Er konzentriert sich fortan auf sein „Robot City“ Projekt.

Im Herbst 2026 erscheinen bei Bandcamp zwei finale YOU Veröffentlichungen unter den Titeln
„YOU – The Sequential Mixes“ und
„YOU – The Ambient Mixes“
als Zusammenstellung von überarbeiteten Titeln aus dem sechs YOU Alben-

Und es entsteht noch einmal eine Website unter dem ursprünglichen Datei-Namen „yourovision.de“.






Copyright ©2026 by Albin Meskes